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Was ist Inklusion

Was ist Inklusion?

Hergeleitet werden kann der Begriff „Inklusion“ aus dem Lateinischen und er bedeutet so viel wie „Einschluss“, „Einbeziehung“ sowie „Dazugehörigkeit“. Der Grundkern von Inklusion ist die Ermöglichung einer selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe für alle Menschen in allen gesellschaftlichen Ebenen. Das bezieht sich beispielsweise auf Menschen mit Behinderung, aber auch anderen Gruppen der Gesellschaft, die z.B. aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Alter etc. von Ausschluss betroffen sind. Inklusion kann in jeglichen Bereichen des Lebens ausgeübt und realisiert werden: bei der Arbeit, in der Familie, in der Schule, in der Freizeit, beim Restaurantbesuch, in der Gemeinde, in Cliquen oder auch in Vereinen. Es geht also um einen barrierefreien, ungehinderten Zugang in jegliche Bereiche des sozialen, wirtschaftlichen, politischen, bürgerlichen und kulturellen Lebens, an dem Menschen beteiligt sind. Damit ein solches selbstverständliches Miteinander funktionieren kann, müssen jedoch notwendige Voraussetzungen von der Gesellschaft geschaffen werden. Dabei geht es um Blindenleitsysteme, Aufzüge und Rampen, Verwendung von leichter Sprache oder auch das Dolmetschen für gehörlose Menschen und andere Unterstützungsformen in sämtlichen Lebensbereichen. Ein Grundsatz der Inklusion ist demnach, dass nicht die Menschen mit, die von Diskriminierung betroffen sind sich anpassen müssen, um an der Gesellschaft teilhaben zu können, sondern dass die Gesellschaft dafür Sorge zu tragen hat, dass ihre Angebote für alle Menschen zugänglich sind.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Inklusion zwar einerseits die Gewährleistung von umfassender Barrierefreiheit bedeutet, aber andererseits auch die vollständige Einbeziehung von Menschen mit Behinderung und aller von Ausschluss Betroffenen in das gesellschaftliche Leben, sowie ihre gleichberechtigte Würdigung und Anerkennung meint. Inklusion ist demnach die Verwirklichung umfassender, selbstbestimmter und gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft und in allen Lebensbereichen, unabhängig von individuellen Fähigkeiten, sozialer wie ethnischer Herkunft, dem Geschlecht, Alter oder Sexualität.
In Bezug auf die Bildung bedeutet Inklusion eine gemeinsame Beschulung aller ohne jegliche Separation nach verschiedenen Merkmalen wie ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht oder kognitiver Fähigkeiten. Demzufolge sollte Heterogenität die Normalität im deutschen Bildungssystem darstellen und die Schule sich auf die unterschiedlichen Bildungs- und Erziehungsbedürfnisse aller Schüler_innen einstellen bzw. diese auch beachten. Zur Begriffsabgrenzung ist es wichtig zu wissen, dass Inklusion nicht das gleiche ist, wie Integration. Denn Integration meint kurz gefasst den Prozess von Menschen, sich in eine bestehende Gesellschaft einzufügen bzw. sich anzupassen. Das bedeutet also, dass Menschen sich so verändern sollen, um in eine bestimmte Gesellschaft passen. Der Gedanke von Inklusion das Gegenteil: Die Gesellschaft soll auf verschiedensten Ebenen so gestaltet werden, dass ihnen insbesondere die Möglichkeit der uneingeschränkten Teilhabe ohne Barrieren möglich ist. Jede_r Mensch kann sich dann, ohne sich selbst verändern zu müssen, in die Gesellschaft einfügen.

Informationen zur Inklusion im Paritätischen erhalten Sie hier